Erlebnisse schaffen – für Kinder und für und alle

Vom Speeler Ortsrat kam die Idee zu einem Obstwiesenfest am Fulda-Altarm mit dem Motto „Erlebnisse schaffen – für Kinder und für und alle“. Es richtete sich besonders an die Familien, die vor drei Jahren die Bäume gesponsert hatten. Der Nachmittag sollte ihnen einen interessanten Einblick in die Zusammenhänge der Natur auf der Streuobstwiese geben.

„Wir möchten von unserer Seite einen Anstoß zum Wecken des Interesses der Kinder an der Obstwiese geben“, sagte Ortsbürgermeister Fred Kaduhr, der auch die Gäste begrüßte. „Eine Malaktion, eine kindgerechten Lesung mit einer Kinderbuchautorin sowie dem Schaukasten für Bienen sollten Erlebnisse geschaffen werden“, sagte er. Viele Eltern und Besucher aus Speele sowie dem Umfeld, auch aus Hann. Münden, waren gekommen, um daran teil zu nehmen. Die Eltern hatten für Kuchen und Kaffee gesorgt. Die Jugendlichen der Freiwilligen Feuerwehr bewirteten Kinder und Erwachsene mit Getränken und Bratwurst.

Vorab fand im Dorfgemeinschaftshaus ein Malwettbewerb statt. Acht Kinder verwirklichten ihre Vorstellung von einer Streuobstwiese. An einer Leine aufgehängt und ausgestellt waren sie zum Fest auf der Wiese. Alma, Lina, Luise, Lia, Juna, Lucie, Lea und Emma malten entweder große rote Äpfel, einen Apfelbaum mit einer gemusterten Decke oder den Baum mit einem Regenbogen. Dafür wurden sie prämiert und bekamen von einer örtlichen Firma gespendete Preise von Karin Söder überreicht. Sie hatte die Malaktion geleitet. Mitten auf der Obstwiese trug im Anschluss Kinderbuchautorin Gudrun Opladen die Bildergeschichte „Rettet Königin Hortense! Eine phantastische Geschichte zur Bewahrung unserer Streuobstwiesen“ vor.

Sie hatte ihre kleine Bühne, ein Kamishibai, mit wechselnden Illustrationen, mitgebracht. Sie klärte auf welche Lebewesen dort leben und welche Schätze sich dort entdecken lassen. Alle hörten gespannt zu. Ein kleines Büchlein erhielten alle Kinder als Geschenk zum Schluss. Auch der Schaukasten des örtlichen Imkers Daniel Compagnione mit einem Bienenvolk war von den Kindern umlagert. Beim Öffnen der Klappen konnten die lebhaft krabbelnden Bienen beobachtet werden. „Wo befindet sich die Bienenkönigin?“ fragten sich Lucie, Anna und Lina. Imker Compagnone erklärte anhand des Schaukastens welche Bedeutung und Aufgaben die Bienen in der Natur haben. Zwei Gläser Honig hatte er mitgebracht. Die Kinder probierten mit kleinen Holzlöffeln die beiden Honigsorten. Mit Gesprächen klang der rundum gelungene Nachmittag bei der angenehmen Witterung aus.

BUND zu Gast in Speele

Insektenfreundliches Speele.

Anfang März war der BUND, Leader Göttinger Land, zu Gast in Speele. Der Ortsrat hatte zu einer Beratung an den Fulda Wiesen gebeten. Was können wir für die Artenvielfalt und Insektenförderung tun, um den dramatischen Artenschwund der einheimischen Pflanzen, Vögel und Reptilien zu verbessern. Unser FFH-Gebiet mit dem dunklen Wiesenknopf und Armeisenbläuling sowie der Gewässerrandstreifen wurden gesichtet und beratende Gespräche geführt. Der Umweltbelastende Zustand von überwiegenden Plastikmüll am Uferbereich ist erschütternd, hier ist ein dringender Handlungsbedarf, dem wir uns stellen müssen. Auch über den insektenfreundlichen Randstreifen am Obstgarten, der in Zukunft mit mehrjährigem Saatgut angelegt wird, tauschten wir uns aus. Der Blumensamen ist bereits erworben worden. Insgesamt ein spannendes und erfolgsorientiertes Gespräch. Der Ortsrat wird die empfohlenen Maßnahmen umsetzen und wird sie darüber weiterhin informieren.

Speeler Lebensturm

Lebensturm in Speele bestückt und eingeweiht

Am ersten Wochenende im Oktober haben wir unseren Lebensturm im Speeler Obstgarten fertiggestellt. Unser Ziel, Menschen aller Altersgruppen für dieses Dorfprojekt zu gewinnen, ist gelungen.

Mit der Errichtung von unserem Lebensturm haben wir ein Zeichen gesetzt. Er dient als Symbol zur Erhaltung der biologischen Vielfalt.

Klimaschutz und Umweltschutz fängt mit kleinen Dingen an und wächst zu großen. Für unsere Kinder dient er auch als umweltpädagogisches Projekt mit Hinblick auf das Artensterben in der Natur.

Er hat eine Höhe von mehreren Metern und ist in sechs Stockwerke aufgeteilt. Unten ist er mit Sandsteinen verbaut, in denen sich Reptilien wie Eidechsen und Schlangen wohlfühlen können. Es kann auch ein Winterquartier für Igel werden.

Darüber bieten sich die aufgebohrten Ahornstämme und Birkenstämme als Eiablagestellen für Wildbienen an. 

Im dritten Stock können sich Käferarten in den gebündelten Haselnussstangen einnisten. Über 1000 Käferarten sind an Totholz gebunden und können hier ein Quartier finden.

Eine Etage höher finden sich Wildbienen und holzfressende Insekten im Kasten mit Buchenabschnitten ein.

Der Fünfte Stock ist ein Wohnraum für Florfliegen oder Marienkäfer geworden. Diese und viele andere kleinen Insektenarten fühlen sich zwischen Laub, Tannenzapfen, Rindenmulch und Stroh wohl.

Das oberste Stockwerk ist mit Schilfmaterial und kleinen Ästen bestens für Wildbienen als Nistplatz geeignet. Außen herum sind mehrere Brutkästen für Meisen und Fledermäuse angebracht. Tontöpfe mit Stroh werden den Ohrwürmern Schutz bieten.

Nach oben schützt ein Dach vor Regen und Sturm.

Wir bedanken uns bei allen Helfern und Unterstützern und wünschen uns weitere Ideen, die wir auch in Zukunft gemeinsam umsetzen können.