Obstgarten2026

Naturschutz und Umweltbildung beim dritten Obstwiesenfest in Speele

Die gute Vorbereitung zum „Nachmittag auf der Streuobstwiese“ in Speele zahlte sich aus, denn viele Familien mit Kindern und interessierte Erwachsene beteiligten sich beim dritten Obstgartenfest. Unter dem Motto „Erlebnisse schaffen – für Kinder und für uns alle“ hatte es der Ortsbeirat unter Leitung von Fred Kaduhr (Ortsbürgermeister) mit Unterstützung der Speeler Jugendfeuerwehr organisiert. Besonderer Gast war in diesem Jahr erneut Kinderbuchautorin Gudrun Opladen. Sie trug die unterhaltsame und im Sinne des Naturschutzes informative Geschichte über die Fledermaus „Lucky, das graue Langohr“ vor. Sie bediente sich dabei eines Tischtheaters, einem Kamishibai (japanisches Papiertheater). Die Streuobstwiese am Fuldaaltarm besteht erst seit einigen Jahren. Hier haben Eltern und Kinder etwa 100 Obstbäume gepflanzt. Ziel des Festes ist es das Interesse für dieses Projekt weiterhin zu erhalten. Ein Ziel war es „die Natur mit allen Sinnen zu entdecken und zu erleben“.   

Ortsbürgermeister Fred Kaduhr begrüßte zu Beginn des Festes die Anwesenden. Er freue sich „wieder einen Nachmittag hier verbringen“ zu können. Ein großer Wunsch der Kinder, den sie im letzten Jahr aufgeschrieben hatten, wurde in der Zwischenzeit realisiert. Das Klettergerüst wurde angeschafft und ist aufgestellt, sagte er. „Es tut sich was“, bemerkte Kaduhr. Hier in dieser natürlichen Umgebung „leben wir auf einer Oase“ stellte er erfreut fest. Auch das Wetter spielte mit. Decken für die Kinder waren im Schatten ausgebreitet. Verschiedene Spiele wie ein Wurfspiel, bei dem ein Tennisball in umgestülpte Pylone auf einer Leiter  geworfen wurde, begeisterte Kinder und Erwachsene gleichermaßen. An einer Apfelpresse zeigte Detlef Wedemeyer, wie aus Speeler Äpfeln Saft vor Ort gepresst werden kann.

Ein Höhepunkt des Festes war die von Gudrun Opladen vorgetragene Geschichte zum Naturschutz und Umweltbildung über Fledermäuse. Sie erzählte vom gefährlichen Leben Luckys, dem graue Langohr. Aufgewachsen in einem alten Kirchturm überlebt die kleine Fledermaus gefährliche Ereignisse, wie einen Sturm, der sein Zuhause unter dem des Kirchturms zerstörte, Feinde in der Natur oder einem Ausflug in die „verwirrende, funkelnde Großstadt mit vielbefahrenen Straßen“. Die Zuhörer erfuhren, dass diese „typische Haus-Fledermausart“ vom Aussterben bedroht ist und insgesamt zehn Fledermausarten hier im Naturpark Münden heimisch seien. Den Nachmittag ließen die Besucher des Festes bei Bratwurst und kühlen Getränken ausklingen. Vorher hatten die Eltern für ein kleines Kuchenbuffet und Kaffee gesorgt.