100 Wanderer erkunden die Umgebung

Wandern auf dem Panoramaweg bei Speele

Bei herrlichem Frühlingswetter fanden sich am Sonntag, den 08. April, auf Einladung des Mündener Naturparks etwa 100 Wanderer ein. Es lockte der Panoramaweg in Speele. Es ging um 14:00 Uhr am Bahnhof Speele los. Die Teilnehmer kamen sowohl aus Staufenberg als auch aus Hann. Münden, Hemeln, Hedemünden, Dransfeld, Göttingen, Kassel und Kaufungen. Unter Führung von Egbert Henkel und Speeles Ortsbürgermeisters Kaduhr ging es zuerst durch die Feldmark. Hier ging Herr Henkel auf den Fuldaübergang der Braunschweiger Soldaten bei Speele während des Siebenjährigen Krieges ein. Im weiteren Verlauf wurden Hügelgräber im Speeler Wald aufgesucht. Die besondere Bedeutung der Grenze zwischen dem Gebiet des Mainzer Erzbischofs und dem Herzogtum in Braunschweig zeigte sich durch den Bau des Warteturms auf Höhe der Spiegelmühle Knickhagen. Eine dort befindliche Tafel weist auf die Bedeutung der Drahtseilbahn hin, die auf einer Länge von 4 km von der Zeche Osterberg nach Speele verlief und Kassel mit Braunkohle versorgte. Nach 2,5 Stunden war man wieder in Speele. Während man sich bei gespendeten Getränken und Bratwurst stärkte, gab Ortsheimatpfleger Walter Jentsch einen Vortrag über die Speeler Geschichte. Die Teilnehmer waren sich einig, an einer gelungenen Veranstaltung teilgenommen zu haben.

Bühnenstück „Dreimal schwarzer Kater“

Kulissenschieber aus Fuldatal waren auch dieses Jahr wieder zu besuch.

(ein Stück von Heidi Mager) Wie schon in den Jahren zuvor, war die Dorfgemeinschaftsanlage gut besucht. Die Stimmung ausgezeichnet, die Schauspieler professionell. Der Kultur- und Heimatverein, unter Vorsitz von Christian Thiele, war voll des Lobes.

Das Theaterstück: Harmonie! Dies ist die Lebensphilosophie von Brigitte Dreher. Aber ihr gesamtes Umfeld hat davon anscheinend noch nichts vernommen, im Gegenteil. Ehemann Norbert hat seine eigenen Probleme und ist auch noch eifersüchtig auf den Yogalehrer seiner Frau. In der Nachbarschaft sieht es nicht besser aus. Reinhard Schobel streitet sich laufend mit seiner Schwester Doris. Seine Frau Claudia ist ihm keine Hilfe, denn sie ist sauer auf ihn und seine Gartenzwergsammlung. Claudia hat sowieso nur einen Liebling: ihren Kater Peter! Die Gartenzwergidylle kommt noch weiter ins Wanken, als Viktor der musikalische Ewigstudent und Onkel von Claudia seinem Nachbarn Norbert einen Streich spielt. Mit ungeahnten Folgen. Führerschein-Neuling Lina und Norberts Kollegin Eva Settler sorgen für zusätzliche Verwirrung. Nach dem Ersten Akt und gereizten Bauchmuskeln, vor purer Freude, gönnten sich Schauspieler und unsere Gäste bei Kaffee und Kuchen eine kleine Pause. Nach der Veranstaltung mit reichlichem Applaus wurde zum Abschluss noch lange zusammengestanden, geklönt und gelacht.

„Heidi Mager ist es mit ihrem Stück gelungen, absurd-komische Situationen mit fast schon aus dem Leben gegriffenen Neckereien zwischen Eheleuten und den Geschlechtern zu vereinen, ohne dabei auf zu derbe oder überspitzte Dialoge zurückgreifen zu müssen.“ (Kathrin Kammerer am 12. November 2010 im Schwarzwälder Boten)

Tag der Straßenfeste in Speele

am Samstag, den 05. August, wurde bei uns im Dorf in verschiedenen Straßen gefeiert. Aufgerufen hatte der Ortsrat. Mit dieser Idee wollten wir die Nachbarschaft untereinander fördern und eventuell Freundschaften entstehen lassen, wo dies noch nicht geschehen ist. Auch zugezogene neue Einwohner unseres Dorfes lernen auf diese Weise ihr Umfeld schneller kennen. Angemeldet hatten sich die Straßen: Vor dem Siegen, Ginsterweg, Auf der Bilze, Holunderweg, Oberer Siedlungsweg, Kaufunger Breite, Thüringer Straße, Steinweg und die Poststraße. Wie angekündigt, wurden sie mit Getränken, oder wahlweise mit Grillwürstchen, versorgt.

In den genannten Straßen feierten annähernd 200 Personen gut gelaunt und ausgiebig bei tollem Wetter bis tief in die Nacht hinein. Natürlich wurden die Straßen hierzu wieder geschmückt.

Speeles Ortsbürgermeister Fred Kaduhr besuchte im Laufe des Tages alle Straßenzüge und konnte sich von einer beeindruckenden Stimmung überzeugen. Durch die Urlaubszeit bedingt, fehlte die ein oder andere Familie, aber dort wurde vor einigen Häusern im kleinen Rahmen gegrillt und mit den Nachbarn „geschwatzt“. Neugierige hielten es zu Hause auch nicht so richtig aus. Sie unternahmen noch einen schönen Spaziergang in den Abendstunden, wo wohl auch der Ein oder Andere bei den Straßenfesten stehen geblieben ist. Genau so war es gedacht. Nach dem Motto, „hier schlafen wir nicht nur, sondern wir leben hier“, war dies wieder ein schöner Tag für uns, in unserem Dorf.